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EU–Mercosur: Ein historisches Abkommen für Handel und Partnerschaft

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Nach 27 Jahren Verhandlungen einigen sich die Europäische Union und der Mercosur auf ein Freihandelsabkommen, das die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen stärken soll.

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Nach fast drei Jahrzehnten Verhandlungen hat die Mehrheit des Rates der Europäischen Union die Unterzeichnung des Freihandels- und Zollabkommens mit dem Mercosur genehmigt, mit dem Ziel, die Handels- und politischen Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika zu stärken. Der Prozess, der Ende der 1990er Jahre begann, hat zahlreiche Herausforderungen überwunden und nähert sich nun seiner formellen Umsetzung. Die Unterzeichnung ist für den 17. Januar in Asunción, Paraguay, geplant.
 

Der Mercosur, bestehend aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, ist ein zentraler Wirtschaftspartner der Europäischen Union, nicht nur wegen seines vereinten Marktes von rund 270 Millionen Menschen, sondern auch aufgrund seiner natürlichen Ressourcen, Produktionskapazitäten und Wachstumschancen. Das Abkommen, das nur noch auf die Zustimmung im Europäischen Parlament wartet, bietet beiden Blöcken die Gelegenheit, ihre Handelsbeziehungen zu stärken, neue Partner zu gewinnen und sich den aktuellen globalen wirtschaftlichen Herausforderungen zu stellen.

Das Abkommen öffnet Chancen für die weitere gemeinsame Entwicklung strategischer Märkte, die für Innovation, Beschäftigung und nachhaltige Entwicklung entscheidend sind:
 

  • Automobilindustrie und Kfz‑Teile
  • Chemie und Pharma
  • Energie, kritische Rohstoffe sowie grüne und digitale Transformation
  • Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und Technologie
  • Infrastruktur, Logistik und Transport
  • Maschinen und Industrieausrüstungen


Durch die Stärkung und Diversifizierung globaler Wertschöpfungsketten trägt das Abkommen zu größerer Versorgungssicherheit, industrieller Wettbewerbsfähigkeit und regulatorischer Vorhersehbarkeit bei und kommt Unternehmen aller Größenordnungen in beiden Regionen zugute.
 

„Seit mehr als 100 Jahren sind deutsche Unternehmen – unterstützt durch die Auslandshandelskammern – in Südamerika aktiv. Sie warten seit Langem auf diesen wichtigen Durchbruch“, so Volker Treier, DIHK-Außenwirtschaftschef.
 

Mit über einem Jahrhundert Präsenz in der Region, 110 Jahre in Argentinien, Brasilien und Uruguay sowie 70 Jahre in Paraguay, bekräftigen die AHKs im Mercosur ihr Engagement, einen konstruktiven Dialog und eine solide wirtschaftliche Kooperation zu fördern. Die Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens wird diese historische Partnerschaft weiter festigen und neue Chancen für Innovation, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung eröffnen.

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