Warum Argentinien?
Argentinien rückt weltweit immer stärker in den Fokus – und das aus guten Gründen. Das Land verfügt über enorme natürliche Ressourcen, von kritischen Mineralien wie Lithium über fruchtbares Agrarland bis hin zu einem der größten Süßwasservorkommen der Welt. Gleichzeitig bietet Argentinien ein gut ausgebildetes Arbeitskräftepotenzial, eine dynamische Technologie- und Start-Up-szene und eine wachsende Rolle als verlässlicher Partner in Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffsicherheit.
Argentinien – Zahlen & Daten
-
Achtgrößtes Land der Welt
Argentinien ist mit einer Fläche von rund 2,78 Millionen Quadratkilometern das achtgrößte Land der Welt.
-
46 Millionen Einwohner
Argentinien hat rund 46 Millionen Einwohner. Der Großteil der Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten, insbesondere im Großraum der Hauptstadt Buenos Aires.
-
Drittgrößte Volkswirtschaft der Region
Argentinien ist die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas und rangiert weltweit auf Platz 22. Das Land verfügt über bedeutende Ressourcen in den Bereichen Landwirtschaft, Energie und Industrie und spielt damit eine wichtige Rolle in der regionalen Wirtschaft.
-
48 im Human Development Index
Im aktuellen Human Development Index (HDI) belegt Argentinien Rang 48 weltweit. Damit zählt das Land zur Gruppe der Staaten mit sehr hoher menschlicher Entwicklung.
-
Geschätztes BIP in Höhe von 683 Milliarden US-Dollar
Für 2025 wird das Bruttoinlandsprodukt von Argentinien auf rund 683 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Quelle: PromArgentina
Ein Überblick
Geografie
Die argentinische Republik erstreckt sich über eine Nord-Süd-Ausdehnung von 3.700 km und nimmt mit einer Fläche von 2,8 Mio. km2 große Teile der südlichen Spitze des lateinamerikanischen Kontinents ein. Es ist das achtgrößte Land weltweit. Argentinien grenzt an fünf Länder an: Im Westen bildet das Hochgebirgsmassiv der Anden einen Großteil der Grenze zu Chile. Im Norden liegen die benachbarten Länder Bolivien und Paraguay. Darüber hinaus hat Argentinien im Nord-Osten eine gemeinsame Grenze mit Brasilien und Uruguay.
Wirtschaft, Struktur und Entwicklung
Die mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 488 Mrd. USD (2021) drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas gehört zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer G20. Argentinien ist durch umfangreiche natürliche Ressourcen gekennzeichnet und der stärkste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, die das Zehnfache der eigenen Bevölkerung ernähren kann. Im regionalen Vergleich ist die Qualität der Gesundheitsversorgung, das Bildungsniveau und der allgemeine Lebensstandard hoch. Bis Anfang der 1950er Jahre zählte Argentinien zu den reichsten Ländern der Welt. Aufgrund verschiedener Krisen, welche weiteres Wachstum erschwerten, wird es heute als Schwellenland definiert.
Demographie und administrative Untergliederung
Argentinien ist in 23 Provinzen und die autonome Hauptstadt Buenos Aires untergliedert. Die Besiedelung der einzelnen Gebiete ist jedoch sehr ungleichmäßig und durch hohe Variationen in der Einwohnerdichte gekennzeichnet. Von den insgesamt 44,5 Mio. Einwohnern (2018) leben ca. 45,7% in der Hauptstadt und der die Stadt umgebenden gleichnamigen Provinz Buenos Aires. Weitere bedeutende Provinzen mit einer hohen Einwohnerdichte sind Córdoba (3,7 Mio. Einw.), Santa Fe (3,4 Mio. Einw.) und Mendoza (1,9 Mio. Einw.). Dagegen sind sowohl die südlichen und die restlichen westlichen Provinzen des Landes als auch weite Teile des Nordens dünn besiedelt. Etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung Argentiniens konzentriert sich allein im Ballungsgebiet des Großraumes Buenos Aires.
Handelsbeziehungen zu Deutschland
In Lateinamerika ist Argentinien der drittwichtigste Handelspartner Deutschlands (nach Brasilien und Mexiko). Deutschland bezieht aus Argentinien überwiegend Rohstoffe und Nahrungsmittel und ist der größte Abnehmer argentinischen Rindfleischs in der EU. Die Einfuhr von Fahrzeugen und Kfz-Teilen stellt ebenfalls einen wichtigen Anteil der deutschen Importe aus diesem Land dar. Bei den deutschen Exporten nach Argentinien stehen industrielle Erzeugnisse im Vordergrund.
Wie auch die politischen Beziehungen, die offiziell seit dem Jahr 1857 bestehen, hat der wirtschaftliche Austausch zwischen Argentinien und Deutschland eine lange und stabile Geschichte. So beteiligte sich bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts die Firma Siemens an der Verwirklichung mehrerer Logistik-Großprojekte. Die erste U-Bahn auf der Südhalbkugel wurde ebenfalls mit deutscher Beteiligung in Buenos Aires errichtet. Alles in allem sind in Argentinien etwa 200 Unternehmen mit deutschem Kapital tätig und beschäftigen so über 22.000 Angestellte direkt.
Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen werden von einem starken Netz kultureller Verbundenheit getragen, das unter anderem die circa ein Million Argentinier*innen mit deutschen Wurzeln mit geknüpft haben. Die positive Grundhaltung gegenüber Deutschland geht jedoch weit darüber hinaus.